Der Basenji

Was soll man über diese Hunderasse sagen, was nicht ohnehin schon auf vielen Homepages steht.

Vielleicht so viel: Wir sind unglaublich verliebt in unsere Basenji-Hündinnen Mirli und Lilly!

2 Energiebündel, Hündinnen mit Fremdsprachenpotential - sie miauen auch mal oder heulen kurz wie Wölfe, intelligent - man meint oft, sie verstehen den Sinn jedes Satzes. Das Ohrenspiel, wenn man mit ihnen spricht, ist ausgesprochen liebenswert.

Was sie brauchen: viel Ansprache, Geduld, Ausdauer und Liebe. Keine Hunde für nur ab und zu mal Gassi gehen. Sie fordern das regelmäßig mit großem Nachdruck. Da wären wir bei der Sturheit...

… welche sehr ausgeprägt ist, sie sind afrikanische Urhunde und verhalten sich ab und zu genau so ...

...die wilden Dinger aus dem Gebüsch! 

Vorweg: wir sind keine Experten in Sachen Hundeabstammung, wir haben auch kein Studium in Hundeerziehung absolviert; was uns bewegt, ist die Liebe zu unseren Basenji-Hündinnen. Und somit haben wir ziemlich viel gelesen, was uns für notwendig erschienen ist, um unsere Hündinnen besser zu verstehen.

Der Basenji zählt zu den urtümlichen Hunden, den Pariahunden bzw. Schensihunden. Die Abstammung konnte nicht ganz geklärt werden. Er könnte vom ägyptischen Tesem abstammen oder von dessen Vorfahren. Die Ägypter der Pharaonenzeit gelten als die ältesten Hundezüchter der Welt. Der Basenji könnte aber auch ein Import aus Nubien (heutiger Sudan) sein. Vielleicht ist der Vorfahre der Basenjis auch der Äthiopische Wolf (canis simensis)? Neuere Theorien vermuten den Israelischen Wolf als Stammvater...

Basenji bedeutet übersetzt so viel wie "kleines wildes Ding aus dem Busch", was sich in der Sprache der Pygmäen wie "Basenschi" anhört. Mit den Pygmäen leben die Basenjis auch heute noch zusammen und treiben das Wild in dafür aufgespannte Netze. Sie besitzen daher einen sehr starken Jagdtrieb, einen hervorragenden Geruchssinn, hören und sehen sehr gut, und sind aufgrund ihres schlanken Körperbaus sehr beweglich, geländegängig und unheimlich schnell. Sie werden auch "M'bwa M'Kubwa M'bwa" genannt, übersetzt "auf und nieder springender Hund". Jeder kann das bei seinen Basenjis im hohem Gras beobachten.

Der Basenji stammt aus dem zentralen Afrika und wurde etwa um 1870 von den Briten entdeckt. Seit den 1930er Jahren wird er systematisch als Hunderasse gezüchtet. Sie sind ausgeprägte Rudelhunde und bleiben ungern allein.

Unsere Hündinnen bleiben zwar auch ungern alleine, sind aber dann ganz brav. Sie haben bis jetzt kaum etwas angestellt. Das machen sie dann, wenn wir zu Hause sind (z.B. die Füllung ihres Bettchens herausholen, einen geklauten Blumenstock am Sofa zerlegen :-) ).

Diese Tiere sind ausgesprochen reinlich, fast wie Katzen, und riechen nicht. Wenn, dann eher nach frisch getrocknetem Gras. Sie verlieren kaum Haare und verlangen nur sehr wenig Pflege. Da Basenjis relativ kälteempfindlich sind, sollten sie im Haus oder in der Wohnung gehalten werden. Die Hündinnen dieser Rasse werden üblicherweise nur einmal im Jahr läufig.

Für Hundeanfänger, finden wir, ist der Basenji nicht geeignet. Er verlangt dem Halter einiges an Erfahrung und Konsequenz ab. Sie haben einen sehr starken Unabhängigkeitsdrang. Haben sie zu "ihrem" Menschen ein enges Vertrauensverhältnis, ist er bereit zu lernen und mit seinem Menschen und Rudelführer zu arbeiten. Was Basenjis auch nicht akzeptieren, ist eine harte Hand bei der Erziehung! Besser ist es, wenn sie sich gerade einmal daneben benehmen, dies spielerisch in den Griff zu bekommen. Bei unseren Hunden wirkt eine liebevolle Umarmung dann Wunder!

Basenjis dürfen seit Februar 2019 auch an Hunderennen teilnehmen. Zuerst muss man eine Rennlizenz erlaufen, und dann kann es losgehen. Danke an unseren Obmann, er hat das durch sein Engagement und seine Kontakte ermöglicht.

Eckdaten des Basenjis:
FCI-Standard Nr. 43
Gruppe 5 - Spitze und Hunde vom Urtyp
Sektion 6 Urtyp - ohne Arbeitsprüfung
Ursprung: Zentralafrika
Patronat: Großbritannien
Verwendung: Jagdhund, Begleithund
Widerristhöhe: Rüde 43 cm, Hündin 40 cm
Gewicht: Rüde 11 kg, Hündin 9,5 kg
Alter: 12 - 17 Jahre

Er zählt zu einer der ältesten von der FCI anerkannten Hunderassen
Der Basenji ist in den Farben schwarz-weiß, rot-weiß, dreifärbig, sowie gestromt zu haben. Zwischen Hals und Brust befinden sich weiße Flächen. Auch an den Pfoten sowie an der Schwanzspitze ist weiße Fellfarbe zu finden. Der Basenji ist feingliedrig, dennoch gut bemuskelt, sowie hochläufig. Die Ohren sind seitlich angesetzt, stehen aufrecht und laufen spitz zu. Seine Rute trägt der Basenji über dem Rücken eingedreht. Ein kompakter, eleganter Körperbau zeichnet ihn aus. Er wippt eher als zu gehen.

Der Basenji ist sehr wachsam, bellt aber nicht. Sie können durchaus bellen, das ist dann aber eher ein einmaliges, kurzes WUFF. Dies ist anatomisch bedingt. Die Begrüßung durch unsere Hündinnen erfolgt meist durch ein sehr sonores, tief aus dem Hals kommendes lautes Johlen, was manchen Besucher schon einmal kurz erschreckt hat. Im familiären Umfeld sind sie liebevoll, aufgeweckt und sehr aktiv. Fremden gegenüber können sie auch schon mal eher reserviert sein.

Das Fell ist sehr kurz, dicht und fein. Unsere Hündinnen haben ein seidiges Fell, besonders Mirli, das wir sonst noch bei kaum einem Basenji gefunden haben. Immer wieder hören wir beim Spazierengehen, wie elegant unsere Hunde sind.

Autos, Motorräder und Züge werden von Basenjis nicht als Gefahr erkannt, sondern eher als jagdbare Beute. Deshalb muss der Basenji im Bereich von Straßen und Eisenbahnlinien unbedingt an die Leine, damit er vor seinem eigenen Jagdeifer geschützt wird. Und diese Hunde lieben es zu rennen!
Ein kleiner, niedlicher, süßer Hund? Von wegen! Das wird immer wieder unterschätzt. Basenjis sind selbstbewusst und selbständig. Vorsicht bei fremden Kindern, diese machen oft Bewegungen, fuchteln mit den Armen vor dem Gesicht des Hundes. Das irritiert den Hund eventuell.
Anders ist es bei Kindern, die sie gewöhnt sind! Aber bitte sagen sie dem Kind, dass es dem Hund auch ein Rückzugsgebiet zugestehen muss! Aber das gilt ja nicht nur für den Basenji!

Ein geeigneter Aufenthaltsort ist ein Garten, der allerdings ausbruchsicher gestaltet werden muss. Am wichtigsten dürfte es sein, sich darauf einzulassen, dass der Basenji kein typischer Hund ist. Man sollte sein unabhängiges Wesen zu schätzen wissen. Vor allem eine ruhige, souveräne Führung, ohne Härte und mit viel Gespür für den Hund, lässt eine Grunderziehung zu. Durch ihre Eigenständigkeit neigen einige Basenjis zum Streunen, was unsere Hündinnen, Gott sei Dank, nicht machen. Sie würden nur mal schnell die Nachbarn besuchen und schauen, ob was Fressbares zu finden ist, um dann wieder zurückzukommen. Sie sind sehr anhänglich.

Quellen: basenji-klub.at, urhund.at, Wikipedia, basenji-freunde.com, hunde-fan.de/hunderassen/basenji/

der Basenji...

  • riecht nicht nach Hund, auch nicht wenn er nass ist
  • hat kurzes, pflegeleichtes Fell, und verliert wenig Haare, und ist ein sehr reinliches Tier
  • ist kein Kläffer, aber er "spricht" alle möglichen Sprachen (heult wie ein Wolf, brummt, winselt, knurrt - das muss allerdings nicht böse gemeint sein, es kommt auf die Nuance an)
  • hat eine angenehme Größe und einen tollen Charakter
  • wenn er ausreichend Bewegung hat, ist er zu Hause ein sehr ruhiger, angenehmer und lustiger Hund mit viel Erfindungsgeist
  • fällt auf, da er sehr elegant und noch nicht so bekannt ist
  • mag Kinder, wenn er sie gewöhnt ist und die ihn gut behandeln. Aber sie sollten ihn in Ruhe schlafen und fressen lassen
  • hat einen hoch entwickelten Gleichbereichtigungssinn
  • liegt bevorzugt erhöht, damit er alles beobachten kann, und liegt sooo gerne bei seinen Menschen, die er über alles liebt
  • kann auch dominant sein. Man muss ihm liebevoll zu verstehen geben, wer der Rudelführer ist